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Tag 16 - Meine Notizbücher von Mira Alexander, #Autorenwahnsinn. Das Bild zeigt eine China-Kladde mit einem Stift sowie von mir gebastelte Leporellos.

Tag 16: Meine Notizbücher oder Wie passt ein DIN A4 Notizbuch in die Tasche einer Damenhose

Veröffentlicht: 27.01.2017
Anzahl Wörter: 668
Lesedauer: 3 min
Inhaltsübersicht
  1. Paper Blanc, mon Amour
  2. China-Kladde, die Unperfekte
  3. Leporello, der Vielseitige
    1. Faltanweisung

Paper Blanc, mon Amour

Wie wohl die meisten von uns, die wir von Büchern, Worten und Papier fasziniert sind, liebe ich Notizbücher jeder erdenklichen Größe. Meine erklärten Lieblinge dabei sind die von Paper Blanc, weil sie:

  • wunderschöne Umschläge haben, die sich oft auf Bücher oder Schriftsteller beziehen,
  • wunderbar dickes chamoisefarbenes Papier haben,
  • in vielen Größen vorliegen, so auch in daheim-bleib Größe, im-Shopper-getragen Größe oder auch in-Damen-Jeans-Tasche-hereinpassen Größe

Das einzige Problem, was ich damit habe: Sie sehen und fühlen sich so wunderbar hochwertig an, dass ich das Gefühl hatte, auch meine Schreibe darin sollte wunderbar hochwertig sein.

China-Kladde, die Unperfekte

Irgendwann landete bei den DIN-A7 China-Kladden (diese schwarzen Notizbücher mit roten Ecken), die so schlechte Qualität haben (die Fadenbindung löst sich auf), dass nichts, was ich darin notieren würde, qualitativ schlechter als das Notizbuch selbst sein könnte.

Hinten am Einband dieser China-Kladden klebe ich durchsichtige selbstklebende Visitenkartenhalter aus dem Büromarkt. Darin finden eine winzige Ersatzmine für die faltbaren Kugelschreiber und die bunten Klebemarkierer Platz.

Dreht man das Notizbuch um 90°, so hat man eine DIN-A6 große Schreibfläche zur Verfügung (über beide Seiten hinweg gesehen). Mit den Klebestreifen lassen sich Notizen nach Projekten sortiert markieren.

Doch alles Leben ist dem Wandel unterworfen und so bin ich gerade dabei, von den China-Kladden wegzukommen, hin zu selbstgebastelten Leporello-Büchlein.

Leporello, der Vielseitige

Das Design für den Schnitt stammt nicht von mir, ich kann leider auch nicht sagen, wo ich es gefunden habe (außer natürlich, dass es irgendwo im Internet war).

Durch die Faltung reduziert sich der Platzbedarf eines DIN-A4 Blattes auf die DIN-A7-Größe. Außerdem bietet so eine Faltung mehrere Vorteile, die ein Notizbuch nicht bieten kann:

  • bei Bedarf kann man das Blatt so weit auffächern, dass man wieder bis zu DIN-A4 Größe hat,
  • da der Platzbedarf eines gefalteten Blattes geringer ist als der eines Notizbuchs, kann man mehrere davon mitnehmen, je eines pro laufendes Projekt + ein/zwei für spontane Eingebungen,
  • wieder auseinander gefaltet kann man sie bequem in einem Ordner abheften, womit alle Notizen eines Projekts beisammen wären, anstatt über viele Notizbücher verteilt zu sein,
  • schließlich kann man sie viel leichter und schneller einscannen und archivieren
  • zusammengefaltet sieht das Blatt wie ein Notizbüchlein aus und lässt sich genauso benutzen. Ist eine Seite voll beschrieben, wird das Blatt auseinander gefaltet, umgedreht und entsprechend der Anweisung wieder zusammen gefaltet.

Warum einscannen? Früher habe ich die Notizen digital nicht erfasst. Ich will gar nicht wissen, wie viele Ideen ich längst vergessen habe, weil ich nun einmal keine Lust habe, alle Kisten mit den Notizbüchern durchzugehen, immer auf der Suche nach dem Diamanten unter den Bergen voller Schutt. Als ich das Problem erkannte, nahm ich mir vor, meine Notizen künftig immer sofort abzutippen – und beließ es dabei.

Voilà, Scanner: Jetzt scanne ich meine Notizen ein, lege sie als JPG in Dokuwiki ab, versehe sie mit passenden Stichwörtern (z. B. „Projekt X, Charakter A, Beschreibung des Äußeren“) und kann mir das Abtippen sparen. Suche ich das nächste Mal danach, reicht es aus, die richtigen Stichwörter einzugeben. Eine Volltextsuche ist zwar nicht drin (es ist ja auch nur ein JPG-Bild), doch es reicht mir aus zu wissen, welche Dateien ich lesen muss. Minimaler Einsatz – optimale Wirkung.

Faltanweisung

  • Falten Sie ein DIN-A4 Blatt längs in der Hälfte.
  • Falten Sie das Ergebnis quer in der Mitte.
  • Falten Sie jede Längsseite nochmal quer in der Mitte.
  • Falten Sie das Blatt wieder auseinander.
  • Schneiden Sie das Blatt in der Mitte durch, entlang der ersten Faltung, nur die mittleren zwei Sektoren.
  • Falten Sie das Blatt wieder längs in der Hälfte.
  • Knicken Sie die mittleren Falten (die nun durch das Aufschneiden frei beweglich sind) so, dass beide Knicke nach außen zeigen.
  • Ziehen Sie nun die Knicke auseinander – es ergibt sich ein Kreuz.
  • Legen Sie das Kreuz zu einem Büchlein zusammen – nun haben Sie Ihr Notizbuch, das sich jederzeit zurück in ein DIN-A4 Blatt verwandeln lässt.

Zur besseren Verständnis habe ich hier eine kleine Skizze beigefügt.

Faltanweisung für ein kleines Leporello-Notizbuch, das überall hineinpasst und einfach archiviert werden kann. Von Mira Alexander, http://www.miraalexander.de

Ihre Mira Alexander

P.S.: Und hier gibt es die Übersicht aller Artikel der Serie #Autorenwahnsinn 2017.

Sie haben eine Anmerkung oder eine Anregung zu diesem Artikel? Ich freue mich über Ihren .