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Das Mädchen mit dem Stahlkorsett von Kady Cross (Buchrezension)

Veröffentlicht: 24.09.2015
Anzahl Wörter: 661
Lesedauer: 3 min
Inhaltsübersicht
  1. Zielgruppe
  2. Inhaltsangabe
  3. Cover
  4. Genre
  5. Bewertung
  6. Links

Vor kurzem habe ich das Genre des Steampunk für mich entdeckt. Als Kind habe ich gerne Jules Vernes gelesen, wusste jedoch nicht, dass es wieder Bücher im ähnlichen Stil gibt.

Das Mädchen mit dem Stahlkorsett von Kady Cross (s. Links) ist meine dritte Berührung mit dem Genre nach den Büchern des Parasol-Protektorats (s.Links) und einem ersten Buch, dessen Titel ich lieber nicht nennen werde (der absolute Reinfall, den ich schleunigst aus meinem Gedächtnis gelöscht habe). Sagen wir mal so, ich bin hartnäckig und gebe nicht nach der ersten Enttäuschung auf, egal wie groß diese gewesen ist.

Zielgruppe

Ich muss zugeben, dass ich mich wohl (altersmäßig) nicht mehr zu der Zielgruppe der Stahlkorsetts zählen darf. Ich würde 12- bis 14-Jährige Mädchen als Zielgruppe ansetzen.

Inhaltsangabe

Ohne viel Worte: Ohne Worte:  Das Buch Das Mädchen mit dem Stahlkorsett von Kady Cross als animierte Zeichnung, via http://www.miraalexander.de

Und hier alles mit ein wenig mehr Wörtern geschmückt:

Das Mädchen Finley, das über besondere Fähigkeiten verfügt, begegnet auf der Flucht drei weiteren Jugendlichen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten und wird bei ihnen aufgenommen. Ihre neue Freunde kämpfen mit dem Schurken, genannt Maschinist, der das Empire und die Königin Victoria bedroht. Im Laufe der Zeit stellen die Freunde fest, dass ihre Fähigkeiten weiter wachsen. Was hat das mit dem Maschinisten zu tun? Und werden die Freunde den alles entscheidenden Kampf überleben?

Cover

Auf dem Cover blickt uns Finley entgegen, die mit den Steampunk-typischen Gadgets wie Goggles und Zahnrädern ausgestattet ist. Viel mehr verrät das Cover nicht. Und macht mich somit leider nicht neugierig.

Genre

Ich würde das Buch folgenden Genres / Kategorien zuordnen:

  • YA-Fiction (Teenager als Protagonisten)
  • Lovestory / Romanze (mehrere Liebesdreiecke)
  • Steampunk (Viktorianisches Zeitalter, Dampf statt Elektrizität, mechanische Roboter)

Bewertung

Sweet, sweet, sweet.

Wie ich schon sagte, ich gehöre offenbar nicht zur Zielgruppe. Was bei anderen YA-Romanen überhaupt kein Problem darstellt, funktioniert bei diesem Buch leider nicht.

Ich kann mir jedoch gut vorstellen, dass 14-Jährige Mädchen mit dem Buch glücklich werden.

Friede, Freude, Eierkuchen. Das ist das vorherrschende Gefühl, das das Buch bei mir hinterlässt. Leider löst sich jeder Streit so gut wie sofort im Wohlgefallen auf. Die Autorin verschenkt hier meiner Meinung nach ein gewaltiges Potential für den Spannungsaufbau.

Auch hier mag es sein, dass dieser Mangel an Konflikten gerade dieses Buch für die Zielgruppe attraktiv machen wird.

Ich gebe zu, ich bin noch nicht erfahren im Steampunk-Universum. Und doch kam mir das Buch ein wenig so vor, als hätte es sich verkleidet, als hätte es sich Goggles und Korsetts übergezogen, um beim Fasching als Steampunkerin durchzugehen.

Warum dieses Gefühl? Ich meine, das Buch hat viele der mehr oder minder notwendigen Elemente des Steampunks (geniale und verrückte Mechaniker, Metallmänner, Organellen, Goggles, Korsetts, Dampfkutschen und Velocipeds. Sogar Queen Victoria ist höchstpersönlich anwesend!). Und doch packte mich die Geschichte einfach nicht. Ich blieb die ganze Zeit eine neutrale Beobachterin (mit Betonung sowohl auf neutral als auch auf Beobachterin) und schaffte es einfach nicht, in die Geschichte einzutauchen.

Und diesmal denke ich nicht, dass das an der verfehlten Zielgruppe oder an meiner Unerfahrenheit mit dem Genre liegt. Ich hatte keine solche Probleme mit den Büchern des Parasol-Protektorats. Ich habe in den Worldshaker von Richard Harland (s. Links) reingeschaut. Auch seine Geschichte hat Teenager als Protagonisten. Und doch sah ich den Juggernauten sofort vor meinen Augen (auch wenn ich zugeben muss, dass ich immer noch nicht kapiert habe, warum die Menschen seit 150 Jahren darauf wohnen ohne jemals wieder die Erde betreten zu haben obwohl sie mit den Menschen von der Erde handeln. Aber das liegt wohl daran, dass ich erst auf Seite 74 bin).

Dieser Punkt fällt wohl in die Rubrik „enttäuschte Erwartungen“: Der Titel verleitete mich dazu zu glauben, dass der Stahlkorsett in der Geschichte eine prominente Rolle spielen wird. In der Verteidigung vielleicht. Oder als Waffe. Vielleicht auch als ein Gadget, das der Trägerin außergewöhnliche Kräfte verleiht. Und so war ich enttäuscht, als nichts davon der Fall war.

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