Lieblingstools: Pentel Aqua Brush und Rohrer & Klinger Zeichentusche, von Mira Alexander, http://www.miraalexander.de

Lieblingstools: Pentel Aqua Brush und Rohrer & Klingner Zeichentusche

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Kennen Sie das: Sie suchen und suchen und suchen, probieren alles Mögliche aus, Ihre Schubladen quellen über vor lauter Stiften, die alle nicht das Wahre sind?

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So ging es mir auch. Ich wollte den perfekten Stift zum Skizzieren unterwegs:

  • weich sollte er sein wie ein Pinsel,
  • haarfein sollte er sein wie ein Liner,
  • breiten, satten Strich ermöglichen wie ein Marker,
  • wasserfest wie ein Tuschestift,
  • schnell trocknend auf dem Papier,
  • langsam trocknend in der Handhabung,
  • in unterschiedlichen Farben erhältlich,
  • und natürlich nicht kleckern, damit ich ihn unterwegs oder spätabends im Bett benutzen konnte.

Mann, habe ich gesucht! Jahre! Ich habe eine Kiste voll mit den Misserfolgen und Fehlkäufen:

  • die einen sind schon nach wenigen Monaten vertrocknet,
  • die anderen sind so haarfein, dass ich sie gar nicht mehr sehen kann,
  • die anderen sind so dick, wie ein Elefantenrüssel,
  • und keiner davon ist so weich wie ein Pinsel.

Es war zum Verzweifeln.

Eines Tages entdeckte ich Pentel Aqua Brushes. Gedacht waren sie zum schnellen Skizzieren mit den Aquarellen unterwegs. Dumm nur, dass ich damit nie warm geworden bin. Sie entließen einfach viel zu viel Wasser. Es standen regelrechte Pfützen auf dem Papier. An einen trockenen oder satten Farbauftrag war gar nicht zu denken. Und so landeten die Pinsel irgendwo in einer dunkelsten Ecke meines dunkelsten Kellers.

Inzwischen experimentierte ich mit den Zeichentuschen von Rohrer & Klingner und diversen Zeichen- und Schreibfedern. Mit der Zeit kam ich darauf, die kleinen Pipettenfläschchen mitzunehmen. Umständlich: Pinsel, Federn, Tuschefläschchen, Wasserflasche zum Ausspülen, Tücher Abtrocknen. Davon abgesehen Zeichenblock und Aquarellfarben. Nichts, was ich in meiner eh zu vollen Tasche täglich mitschleppen wollen würde.

Und dann der Geistesblitz (eher eine lahme Geistesschnecke, so lange, wie es gedauert hat): Ich füllte Pentel Aqua Brush mit den Zeichentuschen von Rohrer & Klingner und — ich war begeistert:

  • satter Auftrag,
  • variable Strichstärke von haarfein bis Modell Elefantenrüssel,
  • trocknet schnell und absolut wasserfest (wichtig, um anschließend mit Aquarell übermalt zu werden),
  • eine Auswahl an Farben,
  • und absolut Bett-sicher! Noch schnell eine Tagezeichnung in meinem Art Journal um Viertel nach Mitternacht? Kein Problem!

Mit welchem anderen Stift wäre es möglich, gleichzeitig haarfeine Strukturen (s. äußeres Ende der rechten Augenbraue der Frau), mitteldicke (z.B. um den Kinn herum) und schwarze Blöcke (z.B. rechte Gesichtskontur) zu fabrizieren?

Mit welchem Stift kann ich sowohl durchgehende glänzende Linie ziehen als auch einen durchbrochenen Strich mit einem Trockenpinsel (z.B. die Haarsträhne oben links)?

Ich kenne nichts anderes.

Und was Farben angeht: Die Frau ist mit der schwarzen Tusche auf weißem Aquarellpapier skizziert. Das Mädchen in Sepia auf dem Chamoise-farbenen Schreibpapier (aus diesem Grund auch die sichtbaren Strichübergänge; das Papier saugte zu schnell auf). Wem Schwarz zu hart und Sepia zu hell ist, dem empfehle ich Rohrers Antiktusche Umbra gebrannt (ebenfalls Rohrer & Klingner), die allerdings vor der Benutzung sehr gut durchgeschüttelt werden muss.

Und wie sieht nun meine Ausstattung aus? Ein Pentel Aqua Brush (fine tip) mit Tusche, ein Pentel Aqua Braush (broad tip) mit Wasser gefüllt zum Anlösen frischer Tuschestriche oder zum Lasieren mit der Tusche sowie eine Minipalette mit Aquarellfarben plus ein paar Blatt Aquarellpapier.

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So, das musste jetzt sein 😉

Bis zum nächste Mal.

Mira Alexander

P.S.: auf dem Bild sehen Sie sowohl den Tuschestift (fine tip) als auch, leider schlecht erkennbar, die flache Spitze vom Wasserstift (broad tip). Zeichnet man zunächst mit der Tusche und löst sofort mit dem Wasser an, entsteht ein deutlich sichtbarer Strich mit sanften Rändern. Befeuchtet man zunächst großflächig das Papier und zieht erst dann einen Tuschestrich nach, entstehen feine Lasierungen (s. Schatten im Gesicht der Frau).

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